Kunst

Der Denkende

„Der Denkende“ von Roland Frenzel (1938 – 2004), ein Ölgemälde auf Sperrholzplatte, 36 x 47,5 cm auf chamoisfarben gestrichener Holzplatte montiert mit massivem Zierreliefholzrahmen (altgoltfarben), Gesamtgröße 67,5 x 81,5 cm, das Entstehungsjahr ist unbekannt.

Um die Werke von Roland Frenzel zu verstehen, ist es notwendig, etwas von dem Werdegang des „künstlerischen Außenseiters“ der Leipziger Kunstszene zu erfahren.

Frenzel wurde in Leipzig geboren, absolvierte nach der Grundschule eine Maurerlehre und arbeitete bis 1972 (25 Jahre!) in diesem Beruf. Schon früh (1954) unternahm er autodidaktische Versuche als Maler, er besuchte keine Kunsthochschule, insofern sind seine Werke per se unakademisch. Ab 1956 suchte er Kontakt zur Leipziger Kunstszene und lernte dort namehafte Maler kennen. Nichtsdestotrotz führte er eine Randexistenz in dem damals lebendigen Leipziger Kunstleben. Er galt als unbequemer Außenseiter, erwarb sich dennoch zu Lebzeiten Anerkennung etlicher Sammler und Künstlerkollegen. 1972 wurde er in den Verband bildender Künstler (VBK) der DDR aufgenommen. In den 1960er Jahren brach bei ihm eine psychische Erkrankung aus und es folgten regelmäßige Klinikaufenthalte. Seine Malerei wurde in den späteren Jahren zwangsläufig durch psychotische Schübe beeinflusst.

Seine Bilder stehen im scharfen Kontrast zu der oft symbolverschlüsselten, inhaltlich verdichteten Malerei der „Leipziger Schule“. Wesenszüge seiner Malerei sind die derb-sinnliche Malweise und die Verwendung nahezu reiner Farben. Die Bilder Frenzels sind Ausdruck der Auseinandersetzung mit sich selbst und seinem Umfeld, sie sind oft auf das Wesentliche reduziert.

Dies alles informierend vorausgeschickt, widme ich mich dem Bild „Der Denkende“.

Das rosarote Gesicht des Denkenden ist nicht im Detail dargestellt, Frenzel hat es mit wenigen charakterisierenden, kräftigen, groben, dunklen Pinselstichen „hingeworfen“ (Mund ein Strich, Auge ein Punkt, Augenbraue ein Strich), auf der Wange ist ein auffallender Pinselstrich in ocker-gelb, die Haare sind mit groben Pinselstrichen fixiert. Die „Schweinchennase“ (bei vielen Portraits von ihm in dieser Form zu finden und eine menschenunähnliche Nase) ist markant, der Denkende schaut nach links, der Gesichtsausdruck ist – trotz der wenigen Striche – nicht freundlich, eher wirkt er in sich versunken, der Kopf sitzt quasi auf dem Körper, der Hals fehlt. Er trägt lilafarbene Kleidung. Die große, direkt am Kopf angebrachte weiße Blase beherrscht das Bild, sie ist das größte Dargestellte, flächig, fast ohne Plastizität. Ich interpretiere sie als das Denkerhirn, die leichten dem weiß beigemischten schwarz-braunen Konturen des pastösen Farbauftrages könnten die Gedanken/Empfindungen symbolisieren. Die großzügige Platzverteilung für diese Blase sowohl im Verhältnis zur Person als auch zum restlichen Bild, lässt erahnen, dass Frenzel hier eine besondere Hervorhebung beabsichtigte. Wie ein Schatten sind links neben dem Denkenden angeordnete Umrisse einer Gestalt, andeutungsweise, unvollendet, ohne scharfen Konturen. Die Figur löst sich eher durch die Pinselführung auf. Für mich stellt diese Gestalt den Teufel/Dämon dar, eine leicht hingeworfene weiße Kurve auf dem angedeuteten Kopf könnte das Widderhorn darstellen. Dieses „Widderhorn“ stößt an die „Denkerblase“. Bei dieser Gestalt finden sich, sparsam in einigen flächigen Pinselstrichen sowohl die Farben des Gesichtes des Denkers wieder als auch rote Tupfer, die sich im Hintergrund zur linken Bildhälfte über dem „Teufel“ in ein helleres Rot auflösen. Will Frenzel damit die Glut der Hölle andeuten? Kann Denken teuflisch, verhängnisvoll sein? Oder will Frenzel zeigen, dass man mit Denken auch den Teufel besiegen und vielleicht Unheil abwenden kann? Soll der Denkende ein Selbstbildnis sein? Obwohl die Farben der Person nahezu leuchtend und lebendig sind – die helle „Blase“ ist eine Lichtquelle – wirkt das Gemälde insgesamt eher dunkel, der Hintergrund in dunkel- bis hellbraunen Farbtönen sorgt dafür. Nur unterhalb der Blase, am Hinterkopf des Denkers zur rechten Seite des Bildes, findet sich eine hellblau-grüne kleine Fläche. Der Denkende und die Blase sind die beiden beherrschenden Blickfänge. Diese Reduktion auf das für den Maler Wesentliche, erzeugt eine außergewöhnliche Spannung.

Das Bild lässt viele Fragen und Interpretationen zu, es stimmt nachdenklich. Da das Entstehungsjahr unbekannt ist, ist es nicht feststellbar, ob es durch einen psychotischen Schub geprägt ist. Die große künstlerische, eigenwillige Qualität von Roland Frenzel zeigt es allemal.

Renate Koetter
Juli 2024

Renate Koetter
07/2024

Das ungleiche Paar

„Das ungleiche Paar“ von Max Ackermann (1887-1975), einem deutschen Maler und Grafiker, der zu den international anerkannten Vertretern der Klassischen Moderne gehört. Er schuf ab 1918 abstrakte Gemälde, malte aber bis in die 1940er Jahre hinein auch figürlich, zum Teil im Stil der Neuen Sachlichkeit.

Bei dem Bild „Das ungleiche Paar“, 1924, Mischtechnik auf Papier (Wachsmalstifte und Graphit), 33 x 26 cm, mit Rahmen und Passepartout 53 x 60 cm, ist es wichtig, sich die Zeit der Entstehung vor Augen zu führen. In den 1920er Jahren wurde der Alltag für einige Bevölkerungsschichten von einer konsum- und freizeitorientierten Kultur bestimmt, die das Bedürfnis der Menschen nach Entspannung und Unterhaltung befriedigte, gesellschaftliche und kulturelle Umbrüche stellten sich ein, der Wirtschaftsaufschwung trug das Seine dazu bei, gleichzeitig verbunden mit Inflation. Eine wachsende Verunsicherung war spürbar.

Max Ackermann beschrieb 1924 seine Arbeiten als „farbige Orientierung“, sie sind in schonungsloser Weise wirklichkeitsgetreu und sozialkritisch. Seine Frühwerke der 1920er Jahre zeigen beeindruckend die Welt der Prostitution und Zuhälter, aber auch die glanzvollen Seiten dieser Zeit.

„Das ungleiche Paar“ stellt zwei Personen dar, wir sehen eine dominante „Dame“, beim ersten Blick als Prostituierte zu erkennen, und den hilflosen, sehnsuchtsvoll blickenden Liebhaber. Die Größendimension der Beiden stellt die Dominanz der Prostituierten da. Wenngleich auch sie unsicher, zwar frivol, nicht abweisend, eher gelangweilt wirkt. Ackermann gab ihr „Katzenaugen“, damit bekommt sie eine gewisse List, eine Hab-Acht-Stellung. Das Gesicht ist dreieckig-kantig gezeichnet, eine hellblaue Farbe unterstreicht das Katzenartige. Den schwarzen Feder-Muff, den sie in der sichtbaren rechten Hand hält, interpretiere ich als „Kuschelobjekt“, das für sie die Situation erträglich macht, er wirkt haltgebend. Dieser sichtbare Arm ist von Hals ausgehend in einer rund-ovalen Linienführung gezeichnet. Der rote Hut – Rot die Farbe aller Leidenschaften von Liebe bis Hass, die Farbe der Freuden und der Gefahr – unterstreicht die Stellung der Dame und verleiht ihr Kraft. Die Hutkrempe hat ein eine Nuance helleres Rot erhalten.

Der kleiner dargestellte Liebhaber – seine Kleidung ist blau-kariert (Hinweis auf „kleinkariert“?), – das Blau wirkt kalt und fern – hat seinen Blick von ihr abgewandt, er trägt eine rote Krawatte, das Gesicht ist hochrot (als Pendant zum Hut?), die aufgepolsterten (?) Lippen leuchten in dem Rot der Hutkrempe der Dame, ein weißes Dreieck unter dem linken Auge könnte man als Träne interpretieren, seine Sehnsucht könnte der im Mund befindliche, undeutlich dargestellte Gegenstand – ich sehe ihn als Lippenstift an – ausdrücken. Seine rechte Hand hält einen, ebenfalls in dem Rot des Damenhutes und der Gesichtsfarbe des Liebhabers gemalten Sektkelch – wer soll daraus trinken? Der rechte Arm des Liebhabers, der den Sektkelch zu ihr hinreicht, ist in gleich Weise rund-oval dargestellt, sodass „Das ungleiche Paar“ insgesamt ein ruhiges, weiches Oval bildet. Im Hintergrund bildet ein blaues Rechteck den Kontrast zu der erkennbaren „geschmeidigen“ Darstellung des Paares.

Die überaus harmonische Farbgestaltung von rot, blau, schwarz, gelb, rosa bis hin zur Hautfarbe ist stimmig und verleihen dem Bild eine gewisse Ruhe.

Das Bild beeindruckt in der Gesamtkomposition, es gelingt Max Ackermann mit dieser Darstellung die Sehnsucht der Protagonisten, ebenso wie die Hilflosigkeit, die Schamhaftigkeit, gleichzeitig aber auch den Befreiungsversuch auszudrücken. Max Ackermann soll einmal gesagt haben: „Ich male, was ich muss“.

Bei der Berücksichtigung der Entstehungszeit des Werkes ist es nicht unerheblich, die Rahmung mit einzubeziehen. Der zwar schlichte, dennoch sehr elegante Holzrahmen – blattvergoldet mit Silberziselierungen (angeblich ist es der Originalrahmen), dem relativ breiten Passepartout – verleiht dem Bild nicht nur eine ansehnliche Größe, vor allem eine Seriosität, er macht es salonfähig. Mit der inneren Hohlkehle der Bilderleiste in Verbindung mit der leicht gewölbten Linienführung von Innen-Außenradius reiht sich dieser Rahmen in die klassischen historischen Rahmen ein.

Unter den Nationalsozialisten erhielt Ackermann Berufsverbot und etliche seiner Werke wurden als „Entartete Kunst“ eingestuft und verbrannt. Dieses Werk ist verschont worden, wir freuen uns sehr, uns damit beschäftigen zu können.

Renate Koetter
25. Juni 2024

Feldstück 9/II

Feldstück 9/II, ein Ölgemälde von Ralph Fleck, geb. 1951, in Freiburg (Kirchzarten) und auf Mallorca lebend und arbeitend.

Pastös aufgetragene Farbe, vorwiegend intensive Blautöne, zieht mich bei jeder Betrachtung in Bann, die Größe (140 x 160 cm) verstärkt die kräftige Wirkung.

Blau, die Farbe hat nicht nur auf mich eine besondere Wirkung, sie ist die Farbe der Sympathie, der Harmonie und der Treue. Sie ist die „weibliche“ Farbe und die Farbe der geistigen Tugenden. Die Farbe blau erzeugt gute Gefühle. Assoziation zur „Blauen Blume“, den Inbegriff der Dichtung in der Romantik, stellen sich ein, Blau steht für Sehnsucht. Trotzdem ist blau kalt und fern. Blau schafft perspektivisch Illusionen von Raum.

Das „Feldstück 9/II“ fordert uns auf, genau hinzuschauen. Beim ersten Eindruck besticht das Bild als solches, die beherrschende blaue Farbe fasziniert, das Auge findet die einzelnen -nicht auf den ersten Blick erkennbaren – Lilien, sie sind in hellblau bis diversen weißen Tönen eingeflochten. Sie verlieren sich im Blau und sind dennoch präsent, sie scheinen sich leicht im Wind zu neigen. Erst intensive Betrachtung lässt die vielfältig verwendeten weiteren Farben erkennen, sie sind nicht sparsam verwendet und ordnen sich dennoch der Dominanz des Blaus unter. Unzählige Grüntöne von Tiefgrün bis hin zum fast leuchtenden Lindgrün stellen die Verknüpfung zwischen Himmel und Erde dar. Fleck hat im Bild dem Blau den Vorrang eingeräumt, warum blau, warum hat er es Feldstück genannt? Das Blau des Himmels reicht bis zur Erde? Die perspektive Verzerrung beim Blick in die Landschaft hat er sich zu eigen gemacht. Neben den diversen Grüntönen finden sich Ocker bis Braun, abgerundet wird es durch äußerst sparsam gesetzte kleine Akzente, fast punktartig, von gelb und rot. Die unbewusste (?) Raffinesse – ein spezifisches Merkmal der Malkunst von Ralph Fleck – ist, dass jeder der breiten Pinselstriche stets aus einer Variation des jeweiligen Grundfarbtons hervorgeht, es entsteht eine stimmige Farbigkeit, das Malen mit breitem Pinsel, sorgt dafür, dass die Wirkung nicht verfehlt wird.

Viele seiner Werke beschäftigen sich mit Landschaften/Natur, Lebensmittel haben ebenfalls einen großen Raum. Daneben finden wir Stadtansichten. Er verwendet häufig große Formate, sie wirken daher „beherrschend“, sie sind stets pastös aufgetragen und farbintensiv. Der ihm eigene Stil, in jedem bereiten Pinselstrich eine Palette des jeweiligen Farbtons zu benutzen, schwung- und kraftvoll aufgetragen, zeigt, welche Energie er in seine Werke legt. Diese Energie empfindet der Betrachter, sie hat eine Übertragungswirkung auf ihn, es rundet seine Kunst ab.

Als ich Ralph Fleck bat, etwas zu dem Bild zu sagen, antwortete er, dass er male und sich dadurch ausdrücke, eine vokale Erklärung gäbe er nicht. Sein Medium sei die Malerei, die alles ausdrückt, was er mitzuteilen hat.

Feldstück 9/II – „Die Lilien“ – erfreut, begeistert und fasziniert bei jeder Betrachtung.

Renate Koetter
Juni 2024

Renate Koetter
06/2024

Cassandra

Lambert Maria Wintersberger 1941-2023

Cassandra Hughes, 1972
Öl auf Leinwand, 150 x 120 cm

Aus der Portraitserie des Künstlers ist das Bild „Cassandra Hughes“ von besonderer Ausdruckskraft. Gezeigt wird nur der Kopf. Der Blick konzentriert sich sofort auf die Gesichtsstruktur mit Mund, Nase, Augen und dem pastos hervorgehoben Ohr. Die Farbflächen sind im Übrigen glatt mit sehr feinen Farbabstufungen. Der Künstler zeigt, wie er das Psychische, dies ist die Wirklichkeit, durch seine Arbeit als Maler darstellen kann. Der Maler seziert die Persönlichkeit in Gestalt des Portraits. Ein großartiges Bild.

Dieter Gersemann
31. Oktober 2023

Cassandra Hughes, ein Portrait des Malers Lambert Maria Wintersberger (1941 – 2013)

Öl auf Leinwand, 150 x 120 cm, schaut auf mich herunter. 1972 malte Wintersberger dieses Portrait, eines, was sich in die lange Reihe seiner Portraits einfügt, eine gespaltene Persönlichkeit, aufgeteilt in vier „Zonen“. Ohne Umschweife ist für jeden Betrachter zu erkennen: Wir sehen eine „depersonalisierte Person“ in ihren Widersprüchlichkeiten und Gegensätzlichkeiten. Eine Selbstentfremdung einer Frau in den besten Jahren, keine freudige, aber überaus interessante, neugierig machende Ausstrahlung geht von ihr aus. Sie wirkt einerseits als „Maske“ und dennoch als eine Person mit einem individuellen, autonomen Selbst andererseits.

Das Gemälde ist überwiegend in den diversesten Grautönen gehalten. Es ist eine sorgfältige handwerkliche Arbeit, hat glatte, schroff und zugleich weich wirkende, schattenreiche Flächen zu einem ausdrucksstarken Frauenportrait werden lassen. Der Kopf mit Hals und dem Schulterbereich ist mit einem senkrecht verlaufenen Strich in zwei Hälften geteilt, ein weiterer Stich teilt das Gesicht diagonal, sodass vier Sinnesorgane in verschieden angeordneten Höhen die Gesichtspartie darstellen. Das rechte sichtbare Ohr ist überdimensional groß, betont durch hellere Grau- bis Weißfarbnuancen, pastös, das rechte Auge hellblau leuchtend – schielend, hat den Betrachter sofort fixiert, es strahlt Magie und Fiktion aus. Mund und Kinn sind andeutungsweise – halbiert dargestellt, die linke Gesichtshälfte komplettiert das Gesicht durch Nase, markantes als „Knopf“ hervorgehobenes Kinn, zwei unschöne, weiß aus dem Mund leuchtende Schneidezähne. Das den Betrachter von links anschauende Auge sitzt höher, wirkt trüb und – auf mich – „gnädiger“. Die linke Stirnhälfte ist durch dunkle Farbgebung als „Denkerstirn“ gemalt, die rechte wirkt schlaffer und unbedeutender. Zusammengehalten werden die vier „Gesichtsteile“ durch das alles umrahmende, weich fallende, mit rötlichen Strähnen durchzogene Haar. Cassandras weicher Hals- und Schulterbereich wirkt anziehend erotisch. Nicht unbeachtet darf die Verhältnismäßigkeit zwischen der Länge des Halses und des Kopfes bleiben. Der lange, starke Hals trägt den „wirren“ Kopf wie eine Säule und erzeugt dadurch eine „Stabilität“. Je länger ich mich mit Cassandra „unterhalte“, um so farbiger erscheint sie mir in ihrer Grauheit.

Sie ruft bei mir kein Erschrecken hervor, sie hat auf mich eine beruhigende und fordernde Wirkung, so, als ob sie uns einen Spiegel vorhalten will: Sind wir nicht alle in uns gespalten? Haben wir nicht alle diverse, vielfältige Facetten der unterschiedlichsten Empfindungen, Gefühle und Ausdrucksebenen in uns? Will uns Wintersberger aufrütteln, Menschen differenzierter zu betrachten und alle Möglichkeiten der Verschiedenartigkeit eines Menschen zuzulassen? Sind wir uns bewusst, was wir alles in uns vereinen?

Renate Koetter
November 2023

Der Augenblick sucht sein Ziel.
Lang genährte Ahnung wird plötzlich lebendig.
Zerstörung brodelt unter der schönen und perfekten Oberfläche.
Die Maske birst und Wahnsinn blickt mich an.

Anne
19. November 2023